Das letzte Spiel

08. November 2009, Hannover
Privatbesitz Teresa Enke

Dieses Trikot, diese Handschuhe, Schienbeinschoner und Schuhe trug Robert Enke am 08. November 2009 in seinem 164. und letztem Bundesligaspiel für Hannover 96. Insgesamt absolvierte er 196 Spiele in der höchsten deutschen Spielklasse. Das Spiel, zu welchem er, wie seit der Saison 2007/ 2008 üblich, seine Mannschaft gegen den Hamburger SV als Kapitän auf das Feld führte, endete 2:2.

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Kommentare (4)

  1. Karolin Thiele

    Rautenfanz Lübeck hat es so wunderbar geschrieben. Ich erinnere mich genau an diesen Abend 2009, als die Meldung des Todes von Robert Enke im TV kam.Ich war geschockt und tief berührt, da ich selbst zu diesem Zeitraum wieder an Depressionen litt. Die Entscheidung von Teresa Enke, die Hintergründe öffentlich zu machen, tragen jeden neuen Tag dazu bei, dass nicht Betroffene mehr erfahren über diese schreckliche Krankheit. Und durch dieses erste Öffentliche Aufhorchen der Gesellschaft hat sich schon einiges getan. Ich habe mithilfe dieser ganzen Tragödie geschafft, mich offen zu meiner Krankheit zu bekennen.In meinem NEON Interview vom April 2013 steckt viel Zuversicht, dass Depressionen irgendwann auch öffentlich als eine schwere Krankheit akzeptiert werden, die sehr starke Menschen verbirgt. Denn wer sich einer Depression stellt, ist ganz gewiss nicht schwach.Und niemand, der wie Robert Enke geht, stirbt freiwillig. Ich gedENKE nicht nur am Novembertag. Er ist oft in meinen Gedanken. DANKE Teresa Enke, dass wir soviel mit erleben dürfen, was Robert erlebt hat. Eure Stiftungsarbeit ist so wichtig und großartig

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    • dirk casten

      Liebe Karolina Thiele, das hast du wunderbar geschrieben. Auch ich bin betroffen, von diese Heimtückischen Krankheit und habe mich in jedem Deiner Worte wieder gefunden.
      Danke!

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  2. sonja kowal

    wunderschön geschrieben!nur leider ist es immer noch ein tabu thema und viel zu wenig passiert!der einzigste wer was unternimmt ist theresa enke!was sie alles auf die Beine gestellt hat gilt mein größten respekt!fürimmer unvergessen robert…r.i.p

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  3. Rautenfanz Lübeck

    Immer noch denke ich mit Wehmut an die Tage zurück. Damals nach Hannover gefahren um die 3 Punkte zu holen, im Spiel gegen unsere Freunde aus Hannover. Immer sehr respektvoll alles in Hannover und gerade Robert Enke war zu der Zeit einer meiner Lieblings-Spieler bei Hannover 96. Nach dem Spiel konnte keiner ahnen, was ein paar Tage später passieren sollte. Es trifft mich Jahr um Jahr aufs neue, wenn sich dieser Tag jährt. Die Krankheit, die niemand Ihm nehmen konnte, brachte Ihn an diesem Punkt. Schicksalsschläge werden in der heutigen Zeit immer schlimmer und man muss wirklich viel Kraft aufbringen um daran nicht kaputt zu gehen. Ich schaue mir jedes Jahr das Spiel an und dann auch die Trauerfeier und ich bin danach immer erschlagen. Ich bewundere Tersa Enke wie sie mit allem umgegangen ist und die Stiftung ist das Beste um einen großen Sportsmann, liebenden Ehemann und Vater in Erinnerung zu halten und auf die Gefahren der Krankheit hinzuweisen. Ich wünsche allen Betroffenen die Kraft über Ihre Probleme zu reden und nicht diesen letzten Weg zu gehen.
    NIEMALS ALLEIN und für IMMER unsere Nr. 1 – Robert (ged)Enke(n)
    Gruß vom HSV aus Hamburg

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